Atem des Lebens

Zu Beginn der Craniosacralen Osteopathie stand die Entdeckung von Dr. William Garner Sutherland, dass die Knochen des Schädels sich alle in bestimmter Weise bewegen. Er fand Möglichkeiten der Behandlung um Einschränkungen von Bewegung und die damit verknüpften Spannungsmuster zu korrigieren.
Mit fortschreitender Erfahrung kam Dr. Sutherland zu der Einsicht, dass diese feinen Bewegungen der Knochen und des Gewebes Ausdruck tieferer Kräfte ist, die sich im Körper wie ein innerer Atem entfalten. Dieser innere Atem, den Dr. Sutherland "Atem des Lebens" nannte, wird in drei unterschiedlichen Schwingungen spürbar: "Long Tide", "Mid-Tide" und "Craniosacral Rhythmus" (CSR) .
Dr. Sutherland sah die Schwingungen in uns als Resonanz auf Schwingung, die uns umgibt und die sich in uns über die Körperflüssigkeiten, vor allem über den Liquor entfaltet.

Den Atem des Lebens verstand er als eine primäre Kraft die kontinuierlich Leben und Wachstum entstehen lässt und Brücke zwischen Geist und Materie ist. Er hat sie den anderen körpereigenen Rhythmen wie Atem und Herzschlag übergeordnet.

Seine Erfahrung lehrte ihn, dass diese tiefen Rhythmen letztlich mit Stille zu tun haben, aus einer Stille entspringen, die er ‚Dynamische Stille’ nannte. Dies ist der Raum, indem sich etwas zum Heilen und Gesunden hin wandeln kann.

Erst in den letzten Jahren kommt diese späte Arbeit von Dr. Sutherland als „Biodynamische Craniosacral Arbeit“ zu einer größeren Verbreitung und Anerkennung.

Dr. John E. Upledger hat frühe Arbeitsergebnisse von Dr. Sutherland in den siebziger Jahren des letzten Jahrhunderts aufgegriffen und auf naturwissen-
schaftlicher Grundlage weitergeforscht. Ihm verdanken wir die weite Verbreitung und große Achtung der Craniosacralarbeit.